Forever Failure: ein etwas anderer Geburtstageintrag Fri, Nov 28. 2008
Nein, keine Angst, so richtig emo ist dieser Eintrag nicht.
Der Titel bezieht sich eigentlich nur auf meine diesjährige Unfähigkeit NaNoWriMo erfolgreich abzuschliessen. Heute bin ich bei knapp 21000 Wörtern angekommen, der Rest ist nicht mehr machbar. Abzusehen war es schon vor einigen Tagen, aber einfach aufhören wollte ich dann auch nicht. Zum Teil um einfach durchzuhalten und die dreissig Tage zu schreiben, zum anderen um zu sehen, wie weit ich komme.
Ich bin überraschend wenig enttäuscht, eher bin ich froh darüber Defizite bei mir entdeckt zu haben. Für mich galt dieses Jahr beim Schreiben:
- Ohne eine zumindest leicht ausgearbeitete Idee verliere ich mich in wirren Handlungssträngen, nichtssagenden Charakteren und langatmigen Klischees. Dementsprechend sieht mein bislang vorliegendes Manuskript wie ein stereotyper Abklatsch von Gaimans American Gods aus. Und es liest sich wie die schrecklichen RTL-Versionen amerikansicher Sitcoms.
- Zur Idee gehört Recherche. Und zwar am besten schon vor dem eigentlich Beginn des Schreibens.
- Ein Exposé könnte beim nächsten Mal auch nicht schaden.
- Mehr Disziplin! Jeden Tag schreiben, egal wie schlecht man drauf ist und nicht aus Bequemlichkeit ganze Tage einfach auslassen. Böse Gewohnheit, stelle ich beim nächsten Mal ab.
- Jeden Tag den word count updaten. Auch das habe ich aus Bequemlichkeit sein lassen und das ganze gab mir weder ein Gefühl der Befriedigung, wenn ich die Quote erfüllt hatte, noch einen Tritt in den Arsch, wenn ich zu lässig beim Schreiben war und, oft, viel zu oft, unter den angepeilten 1667 Wörtern lag.
Ich könnte noch etliche Dinge niederschreiben, welche zum Scheitern des diesjährigen Versuches geführt haben, aber das meiste ist für die Praxis uninteressant und betrifft in dem Moment eh nur mich. Fazit: dieses Jahr hat’s nicht geklappt, ich weiß zum grössten Teil auch warum, Schwamm drüber und nächstes Jahr wieder mit voller Kraft mitmachen.
Das Manuskript werde ich vielleicht weiterschreiben, wenn ich einen Weg sehe, es zu retten, aber wahrscheinlich geht es doch in die Tonne.
Bonus, weil mir persönlich das Lied so gefällt, der Titeltrack von Paradies Lost.
Mere colour, unspoiled by meaning Thu, Nov 20. 2008
Aus irgendeinem Grunde bin ich diese Woche eher misanthrop-antagonistisch unterweg, da passt es doch, daß ich beim albernen Magiefarbentest gleich zwei Feinde in der blog-Nachbarschaft bekomme, nämlich blau und weiss. Die ollen Bayern.

Take the Magic: The Gathering ‘What Color Are You?’ Quiz.
Und natürlich ist rot die beste Farbe, der Assquatch beweist es.
Not even in the face of Armageddon Wed, Nov 19. 2008
Es gibt einen neuen Watchmen-Trailer, den offiziellen "thetrical trailer". Hübsch anzusehen, aber mir gefällt der Teaser besser, er zeigt mehr und redet weniger (mag paradox klingen, aber ich weiß, was ich meine, hehe).
Und wenn das Datumsformat am Ende das amerikanische ist (Monat/Tag/Jahr), kommt der Film früher in die Kinos, als ich erwartet habe. Freude.
Englishman in New York Sat, Nov 1. 2008
Zwei Dinge:
- NaNoWriMo hat angefangen, ich noch nicht. Aber gleich, der Kaffee ist vorbereitet, das Telefon zum Verstummen gebracht, nichts hält mich noch auf. Ausser mir selbst.
| You Are an Alien |
![]() You don’t try to be different, but you see most things from a very unique, very offbeat perspective. Brilliant to the point of genius, you definitely have some advanced intelligence going on. No matter what circles you travel in, you always feel like a stranger. And it’s a feeling you’ve learned to like. Your greatest power: Your superhuman brain Your greatest weakness: Your lack of empathy – you just don’t get humans You play well with: Zombies |
Homo ludens Fri, Oct 24. 2008
Gestern war ich, wie andernorts herauslesbar, auf der Spiel ’08 in Essen.
Meine Eindrücke in Kürze:
- Es war schon mal voller dort, aber ich war sonst meist auch erst Samstag auf der Messe.
- Es war schon mal teurer dort. Dieses Jahr gab’s verflucht viele Dumping-Preise, so daß ich mit doch einigen Dingen mehr als ursprünglich geplant nach Hause kam (mein Budget wurde dadurch auch mehr strapaziert als gehofft). Für Essen und Getränke auf der Messe gilt das leider nicht. Hot Dog 3,- €, ein halber Liter Cola 3,20 €, ein Brötchen mit einer dünnen Scheibe fadem Spiessbraten und etwas Krautsalat 4,- €.
- Es gab schon mal mehr Aussteller auf der angeschlossenen Comic Action. Wirklich groß war die Comic-Abteilung nie, aber das war dieses Mal eher ernüchternd (wobei mich der Panini-Stand schon umgehauen hat).
- Es war schon mal, hm, "interessanter" bei Nackter Stahl vorbei zu schauen. Dieses Jahr leider kein booth babe.
Und hier noch meine Einkaufsliste (also die tatsächlich getätigten Einkäufe):
- Mutiny
- Wreckage
- Collossal Arena
- Wench
- Zombie Fluxx
- Trail of Cthulhu
- Äpfel zu Äpfeln
- Cults Across America
- zwei dreissigseitige Würfel
Nur zur Klarstellung Tue, Oct 21. 2008

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On writing Tue, Oct 21. 2008
Nanowrimo ist nur noch zehn Tage entfernt und ich bereite mich innerlich schon darauf vor, die als Ziel gesetzten 50000 Worte nicht zu erreichen. Ich habe ehrlich gesagt ein wenig Bammel vor dieser mir selbst gesteckten Aufgabe. Wirklich intensives Schreiben ist bei mir schon ein paar Jahre her und die Vielzahl an Ideen, welche mir im Kopf umherschwirren, macht die Sache auch nicht leichter. Von bislang fehlender Recherche mal ganz abgesehen.
Aber das hier versuche ich auf jeden Fall, nachdem ich meinen faulen Hintern ja nicht für die GenreChallenge hochbekommen habe.
Was will denn Han Solo, wir haben Zwerg Nase! Wed, Oct 15. 2008
Die B.Z. (genauer gesagt ein Herr Uwe Kopp) aus dem Springer-Verlag schreibselte letzte Woche im TV-Teil in der Sparte "TV-Kopf des Tages: Frank OZ":
Die Karriere in Hollywood kennt viele Wege, und Frank Oz (62) geht nie geradeaus, er liebt die Schlenker: Mit Jim Henson erfand er die "Sesamstraße" und die "Muppet Show", manche Spielfilme würzt er durch einen Kurzauftritt, als Regisseur machte er u.a. die beste Schwulenkomödie ("In & Out"), eine Hauptrolle bekam er in den Zukunftsabenteuern des Bombasten George Lucas – die Sterne führen Krieg, heute kontert das Imperium, und Frank Oz spricht die Stimme des Meisters Yoda (damals, 1980, noch eine Puppe, inzwischen digitalisiert).
Yoda mit seinen Megaohren ist eine Mischung aus Genscher, Bruce Lee und Dalai Lama: Er weiß so ziemlich alles, ein Meer der Weisheit, er beherrscht das Lichtschwert und die Machtblitze. Die üblichen Figuren eiern herum, how do you do, Luke Skywalker und Han Solo, Darth Vader und Obi-Wan Kenobi. Wie immer spreizt sich Lucas im Komplizierungswahn, keine der Geschichten könnte ich nacherzählen, ohne ständig lachen zu müssen. Diese sogenannten Weltraummärchen aus Amerika brauche ich nicht, denn wir haben die Erdenmärchen der Gebrüder Grimm, von Hauff und Andersen – näher als Yoda und seine Leute sind mir doch der kleine Muck und Zwerg Nase, die Schneekönigin und der Froschkönig, das hässliche Entlein und das Mädchen mit den Schwefelhölzern, das Lumpengesindel und sogar die Nörgelprinzessin, die auf 20 Matratzen liegt und trotzdem noch die Erbse ganz unten spürt.
Tolle Sache. Ohne in nerdrage verfallen zu wollen: ein TV-Tipp (und das sollte dieser Artikel sicherlich sein, schliesslich wurden keine andere Sendung und kein anderer Film derart prominent vorgestellt, der Rest war eine einfache Auflistung der Sendetermine wie in jeder normalen TV-Zeitschrift) war das nicht. Und wenn Herr Kopp so dermassen von Märchen begeistert ist, warum habe ich dann in den vier Tagen meines Aufenthalt keinen TV-Tipp zu den schönen alten tschechischen Märchenfilmen oder -serien gesehen?
Wenn einer eine Reise tut Sun, Oct 12. 2008
Nun also ein wenig über meinen Kurzurlaub. Vier Tage in Berlin (genauer gesagt in Zepernick/Brandenburg nur ein paar Kilometer ausserhalb der Stadt) und dank familiärer Erledigungen nur ein Tag davon in zum Sightseeing (was nicht weiter tragisch ist, ich habe letztes Jahr ja schon einen Aufenthalt mit Extreme Besichtigungstouring gehabt und werde sicher nicht das letzte mal in Berlin verbracht haben).
Deshalb gibt’s auch nur eine Absonderlichkeit im Wachsfigurenkabinett in bildlicher Form und den Verweis auf die für diese Gelegenheit angelegten Alben bei ipernity.
Dies ist das populäre (allerdings nicht authentisch Lovecraft’sche) "elder sign". Diese Version ist von August Derleth entworden worden, Lovecraft selbst bediente sich ja einer simpleren Form.
Rechts sehen wir den Namenszug auf der Tafel zu Papst Benedikt XVI. Zufall oder Absicht?
Nun ist diese Zeichen nicht nur auf Papst Benedikts Namenstafel zu sehen, sondern auch bei allen anderen ausgestellten Prominenten. Wer nun also schreit "Skandal! Die katholische Kirche ist sich der großen Alten bewusst!" sollte kurz innehalten und sich fragen, ob nicht eher die Tussaud-Gesellschaft irgendwelche Verbindungen zum Mythos und den dunklen Unterströmen des Kosmos hat. Wer wächserne Nachbildungen noch lebender Menschen baut kann nicht einfach nur am Gelderwerb interessiert sein…
Aber genug der Nerdigkeiten, hier sind die beiden Fotoalben bei ipernity. Viel Spass beim Anschauen und vielleicht kann ja jemand die unbekannte Prominente für mich identifizieren.



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Kommentare
Thu, 20.11.2008 16:42
Pfui, Unhinged ist Betrug! Blau hat aber auch Sleight of Mind, und damit verändere ich jetzt alle Vorkommen von “Red” in [...]
Thu, 20.11.2008 16:40
Oh, die armen Piraten! Die werde ich mindestens so viel vermissen wie den guten alten Tom Bombadil, den fröhlichen alten [...]
Thu, 20.11.2008 14:50
Ich wage mal zu behaupten daß die Piraten, wie auch die Auszüge aus der Biographie vom ersten Nite-Owl und andere [...]